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Spielwiese on3-radio // HipHop Games Battlen, Sprühen, Cruisen

Method Man vs. Redman, Urban Art vs. graue Stadt, South Central vs. Rich and Famous - gute HipHop Games liefern den realen Lifestyle gleich mit. Vier Spiele, die alles richtig machen.

Wu-Tang Shaolin Style aus dem Jahr 1999

Wu-Tang Shaolin Style (PS1 1999)

Das erste Game, das das Feeling einer Rap-Platte in ein Videospiel übertrug. "Shaolin Style" ist ein Action-Titel, die Story ein typischer B-Movie Stoff: Der Shaolin-Lehrer Xin, der letzte lebende Meister der Wu-Tang Kampfkunst, ist entführt worden. Die Mitglieder des Wu-Tang Clans, alle Schüler Xins, ziehen los, um ihn zu befreien. Jedes Wu-Tang Mitglied hat dabei seinen eigenen Kampfstil, passend zu seinen Rap-Styles auf Platte. Ol' Dirty Bastard etwa ist eine Art Drunken Master. Auch wenn "Shaolin Style" aus heutiger Sicht veraltet ist, war es für seine Zeit doch ein wegweisendes Spiel für das entstehende Genre der HipHop Games. Bei Wu-Tang-Fans hat es allein schon wegen des speziellen Controllers im Style des Band-Logos einen Ehrenplatz im Regal.

Screenshot aus GTA - San Andreas

GTA – San Andreas (Xbox, PS2, PC 2004/2005)

Carl "CJ" Johnson kehrt nach einem Gefängnisaufenthalt zurück nach Los Santos in seine alte Hood und fängt mit seinen Homies eine neue zwielichtige Karriere an. Das läuft über diverse Haupt- und Nebenmissionen GTA-typisch im Open-World Sandkasten ab: riesen Bewegungsfreiheit, riesen Spielwelt, riesen Abwechslung. Das Game spielt Ende 1992, und so fühlt es sich auch an. Der spielbare Westcoast-Gangsta-Rap-Lifestyle, Referenzen an Platten von Ice-T bis Snoop Dogg und an Filme wie "Boyz in the Hood", "Menace 2 Society" oder "Friday" ziehen sich durch das ganze Spiel. Die logische Konsequenz: Für viele HipHopper das beste GTA.

Screenshot aus Def Jam - Fight For NY

Def Jam – Fight For NY (Xbox, PS2, Gamecube 2004)

Als HipHopper muss man das zweite Game aus der "Def Jam"-Serie zu Hause haben, sonst sind die Kumpels beleidigt, wenn sie zum Zockerabend vorbeikommen. Grundsätzlich funktioniert "Fight For NY" wie "Street Fighter", nur mit Rappern, heißt: meist One on One Battles in verschiedenen Locations. Von Busta Rhymes, Flava Flav, Ice-T bis Method Man, Xzibit und Snoop Dogg sind über 40 Rapstars mit von der Partie. In geselliger HipHop-Runde vor einer Glotze führt das zu spaßigem, virtuellem Beef-Austragen. Im Storymodus kämpfen zwei Gangs um die Vorherrschaft in New York. Snoop Dogg spielt da übrigens einen Pimp. Logo.

Screenshot aus Mark Ecko's Getting Up

Mark Ecko’s Getting Up (Xbox, PS2, PC 2006)

Das wohl herausragendste Beispiel für ein gelungenes HipHop Game. Als Sprüher Trane protestiert man mit seiner Graffiti-Kunst gegen das korrupte System in einem tristen Dystopia, wo Kunst- und Meinungsfreiheit vollkommen unterdrückt werden. "Getting Up" zeigt spielerisch, was es bedeutet, ein echter Graffiti-Sprüher zu sein. Im virtuellen Black Book zum Beispiel werden neue Styles ausprobiert und gelernt. Auf der Straße kommen dann natürlich die Fragen: Wer sind meine Konkurrenten? Wie kann ich besser sein als die? Wo platziere ich spektakulär meine Pieces? Wie bleibe ich am Besten unentdeckt? "Getting Up" ist eine Hommage an die Graffiti-Szene mit Gastauftritten aller wichtigen Sprüher der HipHop-Geschichte. Der Soundtrack ist übrigens von RJD2.